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Letzte Änderung:
16.01.2018

   

   

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Geschichte von Buchdorf

Aus Vergangenheit und Gegenwart

Buchdorf, ein typisches Straßendorf, erstreckt sich auf einer Länge von nahezu drei Kilometern auf einer von West nach Ost verlaufenden Jurahöhe. Der höchste geografische Punkt, der sich am "Sand", dem östlichen Teil des Dorfes befindet, liegt bei 557 Meter über dem Meeresspiegel.

 

12. Jahrhundert

Der Ortsname läßt auf eine Rodungssiedlung schließen, die in einem Buchenwald gelegen war. Im 12. Jahrhundert wird Buchdorf erstmals urkundlich erwähnt. Beim Abbruch der alten Kirche fand man nach einem Bericht des ehemaligen Pfarrers Johann Hueber unter dem Taufstein eine Platte mit der Jahreszahl 1120, was wohl dem Entstehungsjahr der ersten Kirche in Buchdorf entspricht. 1162 gab sogar Kaiser Friedrich Barbarossa den Auftrag, u.a. die in Buchdorf zerstörte Kirche wieder aufzubauen. Aus dieser Zeit stammt noch der Unterbau des Turmes des heutigen Gotteshauses.

 

16. Jahrhundert - 18. Jahrhundert

Während des Landshuter Erbfolgekrieges 1504, als sich Albrecht von Bayern und Pfalzgraf Ruprecht um das Erbe Georgs des Reichen stritten, standen die Buchdorfer auf der Seite Ruprechts von der Pfalz, da sie von ihm die Befreiung von der kaisheimischen Klosterherrschaft erhofften. Als Ruprecht auf einer Reise durch Buchdorf zog, gewann er mit seiner Leutseligkeit die ganze Einwohnerschaft. Nachdem der Pfalzgraf dann vom Kaiser geächtet wurde, ermordeten die Einwohner sogar einen kaiserlichen Boten und gingen gegen ihren Grundherrn, den Abt von Kaisheim, vor.

 

Der Aufstand wurde jedoch niedergeschlagen, zahlreiche Häuser gingen in Flammen auf, im Dorf herrschten Armut und Elend. Von 1554 bis 1618 gehörte der Ort der evangelisch-lutherischen Konfession an, da er im Gebiet Pfalz Neuburgs lag. Im Jahr 1580 gab es in Buchdorf bereits einen eigenen Schulmeister, der 42 Knaben unterrichtete. Vor der Erhebung zur Pfarrei war Buchdorf bis 1726 Filiale von Baierfeld. 1736 dürfte der Grundstein für die jetzige Kirche gelegt worden sein.

 

19. Jahrhundert

Eine weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannte Persönlichkeit war Dr. Ludwig Wille, der am 30. März 1834 in Buchdorf geboren wurde. Als Arzt erlangte er in der Schweiz Berühmtheit, wurde Ehrenbürger des Kantons Basel-Stadt und war als ordentlicher Professor der Psychiatrie an der Universität in Basel tätig.

 

20. Jahrhundert

Die beiden Weltkriege dieses Jahrhunderts gingen auch an Buchdorf nicht spurlos vorrüber. 45 junge Männer mussten ihr Leben im ersten Weltkrieg lassen. Im zweiten Weltkrieg fanden 63 Männer den Tod. Auch die Kriegshandlungen selbst bekam die Bevölkerung unseres Dorfes zu spüren. Am Weißen Sonntag des Jahres 1945 beschossen Tiefflieger, unmittelbar nach dem Ende des Festgottesdienstes, unser Dorf, wobei ein Soldat getötet wurde. Amerikanische Panzer beschädigten wenige Tage danach den Kirchturm schwer.

 

Die Buchdorfer, die im Volksmund scherzhaft "Uaramoisa" (=Ameise) genannt werden, bewegten in der Nachkriegszeit viele Dinge und machten mit ihrem sprichwörtlichen Fleiß dem Beinamen alle Ehre. Mit dem Bau der Wasserleitung begann 1947 die Zukunft. Es folgte die Pflasterung der Dorfstraße. Pfarrhof, Jugendheim, Kindergarten und Sportheim wurden gebaut und die ersten Baugebiete erschlossen. Eine große Herausforderung war die Generalsanierung unseres Schulhauses von 1981 bis 1983. Der Bau des Tennisheimes und des Feuerwehrgerätehauses folgten 1993 und 1995/96.

 

Seit 1976 gehört zur Gemeinde Buchdorf auch der Ortsteil Baierfeld. Mit den Nachbarkommunen Monheim, Daiting, Rögling und Tagmersheim bildet Buchdorf seit der Gebietsreform die Verwaltungsgemeinschaft und den Schulverband Monheim.

 

In den letzten Jahren entwickelt sich die Gemeinde immer mehr von einem landwirtschaftlich strukturierten Dorf zu einer modernen Wohn- und Industriegemeinde. Alleine seit 1990 konnten mehrere Betriebe neu errichtet oder wesentlich erweitert werden. Dadurch erhöhte sich das Arbeitsplatzangebot in Buchdorf um etwa 300 auf nunmehr 500. Der größte Arbeitgeber ist die Firma Andrew, die derzeit ca. 250 Mitarbeiter beschäftigt.

 

Wegen der großen Nachfrage wurden seit 1990 mehrere Baugebiete ausgewiesen und etwa 100 Bauplätze erschlossen. Die Einwohnerzahl stieg in diesem Zeitraum um etwa 200 auf über 1.500. Für die Erschließung der genannten Bau- und Gewerbegebiete hat die Gemeinde in zurückliegenden Jahren einen Betrag von etwa 10 Millionen DM investiert. Auch in Zukunft wird es das vorrangige Ziel der Gemeindepolitik sein ein ausreichendes Angebot an Bau- und Gewerbefläche für mögliche Interessenten zu einem fairen Preis bereit zu haben.

 

Buchdorf ist heute eine attraktive Wohngemeinde, in der es sich gut leben läßt. So bietet der zweigruppige Kindergarten ausreichend Platz um alle Kinder aufnehmen zu können. In einer überschaubaren Umgebung fühlen sich die Kinder der Grundschule im Dorf sehr geborgen. Die Dinge des täglichen Bedarfs können vor Ort erledigt werden. Bäckerei, Metzgerei und Lebensmittelgeschäfte gehören ebenfalls zur Infrastruktur wie zwei Bankfilialen und die Postagentur.

 

Auch im Vereinswesen ergaben sich bemerkenswerte Veränderungen. So haben sich neben den bisherigen Traditionsvereinen wie der Feuerwehr, dem Krieger-, Kameraden und Soldatenverein, dem Schützenverein, dem Sportverein sowie dem Gesangsverein in den letzten Jahren auch "moderne" Gemeinschaften, wie der Seniorenclub, der Freizeitsportverein, der Tennisclub, der Fischereiverein und der Siedlerverein fest etabliert. Jüngstes Kind in der Familie der Buchdorfer Vereine ist unser Musikverein "Frohsinn", in den auch der frühere Gesangsverein aufgegangen ist.

 

Natürlich gibt es auch in Zukunft zahlreiche Aufgaben und Wünsche, die nach den gegebenen Möglichkeiten zu lösen sind. Neben der weiteren Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten ist dies die Fortführung der Dorfsanierung und der Bau eines neuen Rathauses sowie einer Sport- oder Mehrzweckhalle.

Gute Zukunftschancen bietet die neue Ortsumgehung der Bundesstraße 2 für unsere Gemeinde. Die Straße verläuft etwa 650m westlich der bisherigen Bundesstraße. Durch einen kreuzungsfreien Anschluß ist unser Gewerbegebiet optimal an das Bundesfernstraßennetz angebunden.

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